Dienstag, 25 September 2018
2011 Teambericht Albert/Suling zur 48. ADMV Rallye Erzgebirge Drucken E-Mail
Samstag, 09. April 2011 17:00

Teambericht Albert/Suling zur 48. ADMV Rallye Erzgebirge
vom 08.-09.04.2011

Die Rallye fand im entfernt gelegenen Stollberg nahe der Tschechischen Grenze statt. Auf Grund dieser langen Anfahrt musste wir bereits am Donnerstag den langen Weg in Angriff nehmen. An diesem Tag war auch schon die freiwillige Papierabnahme. Kurz vor Schluss erreichten wir das Rallyezentrum. So blieb am Abend Zeit, in Ruhe die Unterlagen zu studieren.

Am Freitag war ab 6 Uhr das Besichtigen der Prüfungen möglich. Die lange Anfahrt in den Knochen entschieden wir uns dazu, ab 8 Uhr die vier verschiedenen Wertungsprüfungen abzufahren. Für zwei Rundkurse und zwei A/E-Prüfungen war ein Aufschrieb zu erstellen. Von 98 Kilometern waren ca 20 Kilometer auf Schotter,  25 Kilometer Spurplatten und der Rest Asphalt. Der Schotter und die Spurplatten waren bereits hier nicht mehr im besten Zustand.

Die technische Kontrolle verlief ohne Komplikationen und so brauchten wir bis zum Start nur noch Tanken und den Lampenbaum anbauen.  Um 19.00 Uhr war dann der Start. Pünktlich hierfür kam unser Service in Person Christoph Reineke und Jan-Dirk an.

Wir fuhren zuerst zum Showstart in den Ortskern und danach zur WP1. Hier handelte es sich um einen Zuschauerrundkurs - 5 Runden lang, 15% Schotteranteil und fast nur 1. bis 3. Gang. Nicht ganz unsere Welt, da der Beifahrer fast nur zum Rundenzählen degradiert wird.  Der Start war ein Massenstart von sechs bis acht Fahrzeugen. Mit Startnummer 29 durften wir recht früh im Feld starten. Als wir das erste Mal auf den Schotter gekommen sind, hieß es eher fliegen als fahren. Der Bereich wurde hochgerechnet 140 mal von den anderen Teilnehmern auf Grund der Rundenzahl gefahren. Für unseren Geschmack etwas viel. Der Kadett durfte hier die ersten kräftigen Schläge einstecken. Auf Grund der starken Belastungen haben wir uns leider einen schleichenden Plattfuss an der Hinterachse eingefahren. Mit dem ersten Ergebnis waren wir aber dennoch zufrieden.

Am Samstag mussten wir bereits um 7.25 Uhr aus dem Park Ferme starten. Das bedeutet, es war nur eine sehr kurze Nacht. Die WP 2 bestand aus 10 Kilometer Spurplattenweg. Die Platten waren nicht ganz eben und der Nachtblaue wurde gut durchgeschüttelt. Wir wussten teilweise nicht, ob wir einen Platten haben, ob etwas defekt ist oder ob einfach nur die Spurplatten so uneben waren. Zum Glück war mit dem Auto alles bestens. In der Prüfung haben wir eine Kuppe etwas falsch eingeschätzt, wodurch wir auf die Wiese ausweichen mussten. Der kleine Fehler kostete 15 Sekunden, dann ging aber alles weiter.

Es folgte mit WP3 ein Rundkurs. Auch hier war der Schotterbereich in einem ganz schlechten Zustand. Ansonsten war der Kurs schön gesteckt. Vor allem gab es eine schöne Ausfahrt mit einem kurvenreichen Zieleinlauf.

Im Service bemerkten wir dann, dass ein Reifen ein Nagel hatte. Damit waren nach drei Prüfungen bereits zwei Reifen defekt. Die beiden Jungs haben die Reifen schnell umgesteckt und weitere Kontrollen gemacht.

In der zweiten Runde wurden die WP 2 und 3 wiederholt. Die Spurplattenprüfung absolvierten wir nun ohne Probleme und schon war die Zeit eine ganz andere. Bei der Rundkursprüfung kam aber wieder die Reifenproblematik hoch. Bereits nach der ersten Runde fingen wir uns vorne einen Platten ein. Es hieß im Cockpit "Ich kann nicht mehr so gut nach rechts lenken". Ok, fünfte Welle und der Anflug auf eine enge Rechtskurve erzeugten irgendwie ein komisches Gefühl im Magen des Beifahrers. In dieser Runde blockierte ein verunfallter Teilnehmer die Spur, wodurch wir Glück im Unglück hatten. Wir tauschten den Reifen nun auf der Prüfung, da die Fahrzeit von den Sportkommissaren am grünen Tisch festgelegt wurde. Alle Fahrer, die durch den Unfall behindert wurden, haben 10% Zuschlag zum ersten Durchlauf erhalten. Der Platten beziehungsweise der Tausch hätten einen größeren Zeitverlust bedeutet.

Im folgenden Service mussten wir nun handeln. Die eine Reifensorte war stark eingeschränkt zumal die vielen Defekte nicht gerade für sie sprachen. Also haben wir umgerüstet.

Es folgte wieder  die "beliebte" Spurplatten-WP gefolgt von einer wunderschönen selektiven Prüfung. Diese neue WP7 war über 11 Kilometer lang und hatte eine riesige Ortsdurchfahrt gefolgt mir vielen Kurven. Richtiges Rallyefeeling was einfach nur klasse war.

Nun ging es in den letzten Service bevor die beiden letzten WPs zu fahren waren. Hier zeigten sich schon die ersten Auswirkungen der sehr harten Schotter- und Spurplattenwege. Ein Motorlager ist defekt und die Verstärkung des Auspuffes ist lose. Alles in einem Bereich der uns nicht daran zweifeln ließ, das Ziel zu erreichen. Unsere Servicecrew hat den Wagen wieder gescheckt und nachgetankt und so nahmen wir die letzten beiden WPs uns vor.

Zuerst musste die Freitagnacht-Prüfung absolviert werden. Diesmal zwar im Hellen, aber die Schotterstrecke ist natürlich nicht besser geworden. Wir "sprangen" ins Ziel und während wir auf die Rückgabe der Bordkarte warten, mussten wir mit ansehen, wie die Wasserkühleranzeige die 100 Grad deutlich überschritt. Auch auf der folgenden Verbindungsetappe ging die Gradzahl kaum runter. Das bedeutete, wir mussten die aus WP7 bekannte Prüfung mit voller Heizung und Gebläse fahren. Trotz dieser heißen Erfahrung erreichten wir erfolgreich Ziel.

Am Ende sprang ein guter fünfter Rang heraus. Wir sind damit glücklich, da wir eine volle Klasse bei gleichzeitig starken Teilnehmern und stärkeren Fahrzeugen hatten.

Die Rallye war gut organisiert und der Zeitplan hat uns gut gefallen. Schade, dass die Strecken nicht das geboten haben, was man denkt. Die Spurplatten-WP gilt beim Fahrer als eine der schlechtesten Prüfung, die er je gefahren ist. Gleichzeitig war der Schotter auf allen Prüfungen wirklich katastrophal.

Unser Fazit dieser Rallye: Eine gute WP macht noch keine gute Veranstaltung und danke an unseren Kadett, dass er das alles mitgemacht hat.

Am Sonntag ging es dann wieder zurück. Auf den 400 Kilometern konnten wir dann auch noch einiges erleben, aber das erzählen wir mal an anderer Stelle.

 
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