Montag, 10 Dezember 2018
2011 ADAC 3-Städte-Rallye Teambericht Albert/Suling Drucken E-Mail
Dienstag, 25. Oktober 2011 20:59

Teambericht Albert/Suling zur  ADAC 3-Städte-Rallye

vom 22.10.2011

 

Die 3-Städte –Rallye in Kirchham bei Passau bildete den Abschluss unserer Rallyesaison 2011. Vom April bis zum Oktober sind wir bei sieben internationalen Rallyeveranstaltungen im Rahmen des ADAC-Rallye-Masters gestartet. Nach 822 Kilometern auf Höchstgeschwindigkeit über ganz Deutschland verteilt, sind wir glücklich über den zweiten Platz in unserer Klasse. Aber bis es soweit kam, mussten wir zuerst eine lange Anreise in Angriff nehmen. Die 3-Städte-Rallye fand in Kirchham bei Passau statt. Gleich auf der Hinfahrt durften wir uns entschleunigen. Auf der A2 kam es zu einer Vollsperrung, so dass wir einen größeren Umweg in Kauf nehmen mussten.  Hier kamen wir zu einem Bahnübergang, wo wir gefühlte 30 Minuten warten mussten.  Aber jede Fahrt ist mal zu Ende – auch wenn es mal elf Stunden dauert.

Die Wertungsprüfungen wurden vom Veranstalter sehr zentral ausgearbeitet. So standen 6 verschiedene WPs in wenigen Kilometern Umkreis im Angebot. Fünf wurden doppelt gefahren und die Zuschauerprüfung insgesamt vier mal.

 

 


Der Zeitplan wurde von den Organisatoren straff organisiert. Zwischen den einzelnen Prüfungen war wenig Zeit zum Verschnaufen und die Servicezeit war mit 20 Minuten ebenfalls sportlich. Unser Servicemann Christoph Reineke begleitete uns wieder und so konnte eigentlich gar nichts mehr schief gehen……

Unsere Klasse war gut und vor allem stark gefüllt. Beim Start am Samstagmorgen hatten wir nur 2 Grad auf dem Thermometer. Dies stellte eine neue Herausforderung an die Reifenfrage. Wo wir sonst rateten „Regen oder kein Regen“, war nun die Überlegung, welche Reifenmischung bei diesen Temperaturen wohl am besten funktioniert. Zur WP 1, eine kurze aber kurvenreiche bergauf Strecke, hatten wir dann einen weichen Slick vorne und einen Intermed auf die Hinterachse gesteckt. Offensichtlich eine gute Entscheidung, da wir gleich gut in der Klasse mitfuhren.
Die WP2 war eine hügelige Startzielprüfung. Wir suchten unseren Rhythmus und konnten am Ende unsere Position halten.
Die folgende Prüfung war ein Rundkurs mit 18 Kilometer Länge. Hier überholten wir 3 Teilnehmer und einige unserer Mitbewerber mussten schon ihre Fahrzeuge abstellen.

Im ersten Service sah unser Mechaniker Christoph den Wagen durch, während wir Fahrer uns verpflegen. Zu dieser Zeit hatten wir den sechsten Platz inne.
Wir fuhren nun die erste Schleife erneut. Bei der Wiederholung der dritten Wertungsprüfung kam es leider zum Abbruch. Ein Teilnehmer hatte durch einen Motorschaden die Kontrolle über seinen Wagen verloren und traf darauf einen Baum, der wiederum auf die Strecke viel. Die nächsten beiden Teilnehmer kamen kurze Zeit später auf die Unfallstelle zu und konnten nicht mehr rechtzeitig stehen bleiben. Beide verunfallten.
Im zweiten Service waren die Arbeiten wieder überschaubar. Benzintank und unsere Mägen wurden aufgefüllt.

Nun standen drei weitere Prüfungen auf dem Programm. Die WP7 war die, wie wir fanden, schönste Prüfung des Tages. Kurvenreiche Asphaltstrecken kombiniert mit schönen festen Schotterpassagen zwischen hohen Maisfeldern hindurch.
Die WP8 hatte ebenfalls einen hohen Schotteranteil. Hier war die Strecke jedoch von den anderen Teilnehmern sehr stark ausgefahren worden. Mit fast 100 km/h sprangen wir von einem Loch zum nächsten. Auf Grund der harten Schläge verloren wir einen Keilriemen. Ohne Lichtmaschine musste die Batterie für die nötige Spannung sorgen. Da wir einen Ersatz an Bord hatten, konnten wir nach der Prüfung den Schaden reparieren.
Die Zuschauerprüfung war eine kurze 3,5 Kilometer Prüfung. Auf diesem kurzen Stück löste sich eine Schraube in der Lenkung, vermutlich ein Folgeschaden nach den harten Löchern. Daraufhin bewegte sich das Lenkrad 3 bis 4 Zentimeter in alle Richtungen. Vor Ort konnten wir den Schaden vor dem nächsten Start nicht beheben. Nach dem zweiten Durchgang der Zuschauerprüfung kamen wir dann in den Service.

Für die 20 Minuten stand viel auf dem Programm. Lenkung reparieren, Tanken, Lichtmaschine kontrollieren, Durchsicht nach weiteren Folgeschäden. Für sechs Hände viel Arbeit. Kurz vor Ende der Zeit haben wir schnell die Wasserflaschen im Auto nachgefüllt und eine Kleinigkeit gegessen. Im letzten Durchgang haben wir noch mal angegriffen. Der vor uns liegende Teilnehmer hatte rund 30 Sekunden Vorsprung. Diesen konnten wir leider nicht mehr wett machen und so hatten wir im Ziel einen guten 5. Platz.

Ein schönes Jahr ging erfolgreich zu Ende. Der Ausklang fand gleich nach der Siegerehrung statt. Auf der Heimfahrt fingen wir dann auch gleich mit den Planungen für 2012 an.

Videos folgen später unter www.youtube.com/user/rallyekadett

 
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