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2012 JKS Melle Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. April 2012 13:32

 2012 JKS Melle

 Am Sonntagmorgen war nun endlich auch der Beginn der Weser-Ems Meisterschaft an der Reihe, pünktlich gegen 08:00 Uhr begann sich der Platz zu füllen und die Starter trafen ein. Nach der langen Winterpause ist man gerne auch etwas eher gekommen, um sich für die ersten Begrüßungen des Jahres (zumindest derer, die noch nicht bei den NFM-Läufen dabei waren) genügend Zeit zu nehmen.
Die Klassen sind allesamt voll und in Summe haben sich somit in diesem Jahr mehr Starter eingeschrieben als im Vorjahr, was eine tolle Atmosphäre versprechen sollte, denn am Ende des Jahres haben wir ja bekanntermaßen ein großes Fest zu feiern, indem wir Weser-Ems'ler gemeinsam den ADAC-Bundesendlauf ausrichten.

Gleich morgens wurde deutlich, das in diesem Jahr etwas anders ist, als es so viele Jahre zuvor war, denn wir reisten schon im Regen an und auch der ganze Platz war nicht verschont geblieben, alles nass.
Melle, das war viele Jahre eine kleine Wetteroase, denn egal, wie das Wetter auch ansonsten oder sonst wo war, hier strahlte die Sonne immer um die Wette, viele Jahre jedenfalls. Nun war alles nass,  hmmm, den geilsten Schweizer Slalom des Jahres vor Augen und dann ist alles nass, wie schade. Beim betreten des Platzes wieder hmmm, ist gar nicht so schlimm, der Schweizer ist ja nur halb so lang wie sonst, schade, na dann geht's ja ;-)

Melle, das ist ja für uns AMC'ler auch immer wie Zuhause, also so zu Gast bei Freunden, denn da gibt's auch diese tollen Mach1 Karts, die kennen wir, denn die haben wir ja auch, da fühlt man sich wohl.


In diesem Jahr war einiges etwas anders, dazu später mehr.

Dann war auch schon Streckenabnahme, im Großen und Ganzen sah es auch ganz ordentlich aus, alles fahrbar, beim Brezel wurden beim durchfahren noch Pylonenabstände angepasst und dann war der Streckenplan fertig und es konnte alles inspiziert werden. Mit Lea, Tim, Nina, Kevin, Christian und Niklas war unsere Truppe dann auch komplett und wurde von den Betreuern auf die Strecke abgestimmt.


Dann mal alle zum fröhlichen Nummern ziehen, in Melle gibt's immer diese lustigen Strohhalme mit den Zahlen am Ende, was dann die Startnummern sind, bunt gemischt waren unsere Nummern.

K3:Tim durfte sich mit Startnummer 2 gleich zu Beginn ins Kart setzen und brannte schon sehr früh seine Top-Zeit in den noch immer nassen Asphalt und dazu noch 0 Fehler, Klasse, diese Zeit sollte für eine Weile die Bestmarke bedeuten. Auch Kevin, für mich auf jeden Fall einer der Mitfavoriten (auch wenn Horst es schon nicht mehr hören kann) war sehr früh an der Reihe und konnte seine tolle Form bestätigen und sich trotz einer Pylone im vorderen Feld behaupten. Niklas war ebenfalls früh dran und konnte mich mit einer schnellen Runde beeindrucken, doch leider blieben 3 Pylonen dabei auf der Strecke. Mit der Nummer 22 gab nun Lea bei einem Wertungslauf ihr Jahresdebüt und hatte dabei eine Menge Pech, wobei der tatsächliche Grund zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz klar war. Mit der Nr. 26 war nun Christian an der Reihe. Er kam im gleichen Kart wie Lea zu Einsatz und brannte gleich im Probelauf eine tolle 58'er Zeit in die Bahn, wobei er sich im Wertungslauf noch einmal um 1 Sek. steigerte zu Null wohlgemerkt. Das gerade erlangte Wissen, das dieses Kart sich in der Lenkung sehr schlecht fahren ließ gab er direkt an Nina weiter, was mir dann allerdings noch nicht so sehr klar war, was sich eigentlich dahinter verbarg. Nina mit Startnummer 32 absolvierte ihren Probelauf und ich konnte nur den Kopf schütteln, war sie wirklich so hoch motiviert? einiges passte gar nicht und ich war sicher, da gibt es viel zu reden, Hmmm. Der Wertungslauf sah dann glücklicherweise zunächst deutlich besser aus, allerdings waren mir die Bögen beim Kreuz und auch beim Brezel noch immer zu viel groß und dennoch kam sie nicht ordentlich durch, denn es fielen 2 Pinnen und zwar unübersehbar hmmmm??? was war das denn nun, na ja ist halt so, der Parcours wurde immer trockener und langsam zeigte sich, was hier das Problem war, denn jeder, der mit diesem Kart unterwegs war, hatte massive Probleme es dort hin zu lenken, wo es hin sollte, warum nur?? Nun war Tim an der Reihe und auch ihn traf das Schicksal, er hatte dann beim 2. Lauf auch noch den "Nachteil", mit diesem Kart keinen Probelauf zu fahren, also ohne zu wissen, was da nun so nicht funktioniert auf Reise gehen, bescherte ihm dann 4 Pylonen, Schade, bei einem so tollen 1. Lauf, das bedeutete somit den 10. Platz. Ähnlich erging es dann auch Jonas, der einige Aufgaben mehrfach anfahren musste, denn sonst wären reichlich Pinnen geflogen, so schaffte er es sogar ohne Fehler durch zu kommen, allerdings mit einer 69'er Zeit auch deutlich gestraft. Jetzt erst wurde dem Problem mal nachgegangen und es wurde ein Reifen identifiziert, dem eine erhebliche Menge an Luft fehlte, also wurde dieser kurzerhand ausgetauscht. Wäre dies der Fehler gewesen, dann hätten wohl alle, die den 2. Lauf mit diesem Kart gefahren waren wohl wiederholen dürfen, somit durfte Jonas das Fahrverhalten testen, da er es wohl am ehesten vergleichen konnte. Schon nach wenigen Kreisen, die abseits der Strecke gefahren wurden war klar, das war es nicht. Beim genaueren Betrachten kam man dann auf die Lenksäule, die einen deutlichen Knick hatte und dieses wohl auch schon von Anfang an, ob in dieser Intensität, konnte nicht festgestellt werden, offenbar wurden die Probleme erst bei abtrocknender Strecke immer größer. Also wurde alles so zu Ende gefahren, wie es angefangen hatte. Auch Kevin traf dadurch eine weitere Pylone und war nicht mehr ganz so flott unterwegs allerdings durch die tollen Fahrzeiten wurde er seiner neuen Rolle voll gerecht und stand somit erstmals bei einem P-Lauf auf dem Treppchen, Klasse Kevin, 3. Platz, weiter so. Niklas traf es sogar noch etwas heftiger, es waren gleich 9 Pylonen an der Zahl, was ihm in Summe den 20. Platz bescherte. Lea durfte den 2. Lauf nun auf dem "besseren" Kart fahren und da klappte es auch gleich wieder deutlich besser, am Ende war es der 18. Platz. Nun war wieder Christian an der Reihe, er war wohl der einzige, der mit dem vermeintlich besseren Kart langsamer unterwegs war und mehr Fehler einfuhr als alle anderen, wobei er schlussendlich diese Klasse mit 6 Sekunden Vorsprung gewinnen konnte. Als letzte AMC'lerin war nun noch Nina übrig geblieben. Sie nutzte die Gunst der Stunde und fuhr mit dem intakten Kart einen tollen fehlerfreien 2. Lauf und konnte den Saisonauftakt ebenfalls auf dem Treppchen als 2. beenden. Tolle Leistung aller AMC'ler, somit hat die neue Saison gleich mit einem 3-fach-Sieg begonnen, hierzu meinen Glückwunsch.

In der Pause zur Klasse K2 wurde dann die Lenksäule des defekten Karts getauscht und Jonas fungierte wieder als Testfahrer, wobei schnell klar war, das diese Reparatur erfolgreich verlaufen war, denn es fuhr wieder dort hin, wo der Fahrer hin lenkte.


Zwischenzeitlich war die Sonne auch immer häufiger zu sehen und es wurden doch noch die in Melle gewohnten Wetterverhältnisse, was allerdings durch kräftigen Wind über den Tag immer wieder mal wechselte.

 

Für die Klassen K2+1 wurde die Strecke auf eine einfachere/verkürzte Version umgebaut, was ich persönlich eher schade finde, denn somit sind direkte Vergleiche unter den Klassen kaum möglich und die beiden entfallenen Aufgaben (Brezel und ein Barnstorfer) wären für die Teilnehmer auch fahrbar gewesen.


K2: In der K2 waren hier 31 Nennungen eingegangen, mit dabei vom AMC waren folgende Fahrer genannt: David Polok, Tizian Schlichting, Annika Oppermann, Daniel Bührig, Fabian Oppermann, Daniel Diekmann und Vincent Marks. Alle wurden von den Betreuern nach bestem Wissen auf die Strecke eingestellt und somit konnte es losgehen.
Seitens des AMC sollte in dieser Klasse das erste Geschwisterduell des Tages folgen, denn Annika und Fabian Oppermann starten ja bekanntlichermassen beide in dieser Klasse.

Annika war heute Anfangs noch sehr vorsichtig unterwegs und liess das Kart nicht sehr frei laufen, da fuhr scheinbar dieser fiese kleine Bremser mit, der sich irgendwie versteckt haben muss (ich weiss halt, das sie auch ganz anders kann). Das ganze dann auch Fehlerfrei, was mich besonders freute, bescherte Ihr am Ende einen tollen 13. Platz.


Fabian hingegen liess heute richtig laufen und war absolut Gleichmäßig unterwegs, seine beiden gefahrenen Zeiten lagen gerade mal 6 Hundertstel auseinander, wobei er ebenfalls Fehlerfrei blieb, was ihm dem entsprechend einen Super 4. Platz einbrachte, Toll gemacht Fabian, weiter so.


Tizian wurde hier von Nina betreut. Er war ähnlich flott unterwegs wie Annika, leider erwischte er im 2. Wertungslauf eine Pyolone, wodurch er am Ende den 18. Platz erreichte.


David erreichte im vergangenen Jahr in der Meisterschaft (K1) noch knapp den 4. Platz und hat sich in diesem Jahr einiges vorgenommen. er war wirklich schnell unterwegs, die Linie sah gut aus, leider kann man bei manchen Aufgaben auch verschiedene Möglichkeiten wählen wie z.B. beim Kreuz, dort kann man rechts herum fahren, man kann aber auch links herum fahren. Wenn man dann allerdings mit dieser Aufgabe fertig ist, kommt man halt an einer ganz anderen Stelle raus, hmmm. Dieses Missgeschick passierte David im Probelauf, das macht ja nix, ist ja nur Probe. Jetzt sind natürlich die Betreuer gefordert, das noch mal richtig zu erklären, das haben sie auch getan, gleich mit mehreren. Blöd ist dann halt nur, wenn der gleiche Fehler dann im Wertungslauf noch einmal passiert, dafür bekommt man dann 10 Strafsekunden, das ist dann nicht nur Schade.  Im 2. Lauf kamen dann noch 2 Pylonen hinzu und Schwupp findet man sich auf dem 20. Platz wieder.


Daniel Bührig fuhr hingegen einen Fehlerfreien 1. Lauf mit einer Zeit, die durchaus respektabel war. Im 2. Lauf war er dann knapp 2 Sek. langsamer und es kam dann leider noch eine Pylone hinzu. Möglicherweise lag es da am kurzzeitig einsetzendem Regen (ich bin gerade nicht mehr ganz sicher). Der 11. Platz war jedenfalls dafür noch ein tolles Ergebnis.


Dann war da noch der 2. Daniel (der Diekmann), von Papa Volker super auf die Strecke abgestimmt fuhr er wie entfesselt. Nach dem 1. Durchgang lag er auf dem 3. Platz und hatte damit eine gute Ausgangslage, sich auf dem Treppchen zu behaupten, also legte er noch mal nach, war noch mal 0,6 Sek schneller und blieb dabei ohne Fehler. Klasse Daniel, Platz 3, Super Leistung.


Als letzter ist noch Vincent zu erwähnen. Auch wenn ich in diesem Jahr noch nicht all zu oft beim Training dabei war, Vincent war immer voll bei der Sache und gehört immer mit zu den schnellsten. So auch hier in Melle. Als einziger blieb er deutlich unter 49 Sekunden und das ganze gleich 2 mal mit 48,59. Das er damit am absoluten Limit unterwegs war, zeigt auch die Tatsache, das er im 2. Lauf diese Zeit auf die Hundertstel wiederholte, Super Klasse Vinni, so mach weiter. Ich habe ihn fahren sehen und es sah während der ganzen Fahrt vollkommen sicher aus ich bin nicht sicher, ob er überhaupt eine Pylone berührt hat. Mit über 2 Sekunden Vorsprung auf den 2. hat er somit für den 2. Klassensieg des Jahres gesorgt.
Somit konnte der AMC auch in dieser Klasse einen Super Start in die Meisterschaft erreichen, auch hier meinen Glückwunsch.


K1: Als nächstes folgte nach einer kleinen Pause die Klasse K1. Die Karts hielten durch und es gab keine nötigen Reparaturen.
Für den AMC waren hier folgende Fahrer am Start: Kim Vera Habekost, Darius Nitu, Patryk Stefanik, Ole Gruß, Jonas Gruß und Marit Lemke also wieder 6 von 19 Startern aus dem Stall des AMC und alle in ihren schicken einheitlichen Fahreranzügen. Auch in dieser Klasse wurden die Teilnehmer von ihren Coaches eindringlich auf die Strecke eingestellt, wie z.B. Ole, der eine "Vollbetreuung" bekam, er wurde von Florian und Nina in der "Zange" genommen.


Als erste war mit Marit (102) eine unserer schnellen Amazonen an der Reihe. Nachdem sie bereits bei den NFM-Läufen am 01.04 in Rotenburg auf sich aufmerksam gemacht hatte, ging es hier nun erstmals um die Weser-Ems-Meisterschaft. Mit einem sauberen 1. Lauf legte sie den Grundstein für das spätere Tolle Ergebnis. Der 2. Lauf lief dann noch etwas "flüssiger", so fuhr sie etwa 2 Sekunden schneller, erwischte jedoch eine Pylone (hatte aber keinen Einfluss auf das Ergebnis), ein Super 6. Platz stand am Ende auf dem Papier, Klasse weiter so Marit das hast du Toll gemacht.


Der nächste am Start war dann Jonas (108), der im ersten Durchgang mit einer fehlerfreien Fahrt auch recht flott unterwegs war. Im 2. Lauf passierte ihm dann allerdings ein Fehler, der ähnlich schon bei David beschrieben wurde. Jonas blieb jedoch nach dem ersten Bogen im Kreuz stehen, orientierte sich kurz und fuhr dann das Kreuz noch einmal. Das hat wohl auch einen Moment gedauert, war aber meines Erachtens schneller, als sich 10 Sekunden einzufangen. Schade für Jonas, somit war es der 11. Platz und damit ganz knapp am ersten Pokal vorbei.


In das von Jonas noch warme Kart stieg nun Kim (110) ein. Für sie ging es hier um den ersten "großen" Wettbewerb, denn beim NFM-Doppellauf in Rotenburg konnte sie nicht teilnehmen, da die Oma einen "großen" Geburtstag feierte. Also ging es hier das erste mal zur Sache und das hat sie soweit auch Prima gelöst, noch etwas verhalten aber Fehlerfrei. Im Training ist sie immer sehr flott unterwegs, daher bin ich sicher, das es demnächst auch im Wettbewerb noch deutlich vorran geht. Hier war es nun der 17. Platz.


Mit der Nummer 111, also fast zeitgleich mit Kim ging dann mit Darius auch der K1 Tabellenführer aus der NFM-Wertung an den Start. Hoch motiviert und mit reichlich Speed unterwegs gab es leider eine kräftige Kollision im Kreisel sowie in einer der folgenden Aufgaben, so das nach dem 1. Lauf bereits 12 Sekunden zur Fahrzeit addiert werden mussten. Der 2. Lauf sollte nun die Wende bringen und er war auch noch mal 2 Sek. schneller unterwegs, das hatte schon mal geklappt. Leider haben die Sachrichter auch in diesem Lauf einiges zusammen gezählt was dann nochmals 12 Sekunden einbrachte. Also mit 24 Sekunden Strafzeit noch den 15. Platz zu erreichen, ist gar nicht so schlecht, besser ist natürlich die Fehler zu unterlassen, das klappt schon.


Als Nummer 114 war dann Patryk in die Saison gestartet. Die Fahrzeiten waren heute eher etwas verhalten, das habe ich im Training schon ganz anders geshen, du kannst das, trau dich ruhig. Eine Pylone im ersten Lauf und im 2. dann Fehlerfrei bedeuteten am Ende dann den 14. Platz.


Der vorletzte Starter dieser Klasse war kein geringerer als uns Ole (117). Mit der Doppel-Betreuung bestens Vorbereitet sollte es in den Wettkampf gehen. Sehr flott unterwegs war er ja, an einer kleinen Stelle fast etwas zu flott, da kann man halt nicht immer um alle Pylonen rum fahren, wenn's dann nicht passt, dann passt's halt nicht. Schade, kurz vorm Schneckenhaus stand doch noch so ne Wende (echt voll aus der Richtung) links vorbei ging eh viel besser Hmmm bringt 10 Miese, dann noch irgendwo eine weitere Pinne erwischt und man hat schon 12 Sekunden auf der Uhr. Der 2. Lauf dann deutlich vorsichtiger aber halt zu Null. Insgesamt Schlussendlich der 12. Platz, leider auch knapp an den Pokalen vorbei ud wie immer in unmittebarer Nähe zum Zwillingsbruder.  Wenn ihr beiden euch nur etwas mehr konzentrieren könntet, klappt es auch mit den Pokalen, versprochen.
Jetzt habt Ihr alle den 1. Wettbewerb hinter euch und dabei eine Menge Erfahrung gesammelt. Ich bin absolut sicher, da geht dieses Jahr noch was.


K5: Die K5 ist relativ schnell erzählt, denn in dieser Klasse fahren die wenigen in dieser Sportart verbliebenen 16-18 jährigen Jugendlichen. Allerdings sind in diesem Jahr wieder ein paar Fahrer mehr eingeschrieben, als im letzten Jahr. Der AMC Asendorf hat mit Henry Haschke aber weiterhin nur einen Fahrer in dieser Klasse am Start. Und der schlug sich hier gar nicht schlecht. Mitten in der Klasse fing es mal wieder an zu regnen und Henry war einer der Pechvögel, die ihr Rennen im Nassen zu Ende bringen mussten. Obwohl andere Fahrer deutlich mehr Glück hatten, fuhr Henry mit zwei fehlerfreien Umläufen auf Platz 7 von 12 Startern. Gewonnen hat die Klasse mit Olli Runge übrigens ein alter Bekannter, der die sicher geglaubte Qualifikation zu den Endläufen im letzten Jahr in der K4 auf ganz dramatische Weise im allerletzten Lauf im Regen verloren hatte.  

 

K4: Auch wenn die Startreihenfolge der Fahrer, wie eingangs erwähnt, beim ersten Lauf des Jahres noch etwas anders festgelegt wird als bei allen anderen Läufen, so sieht es mit der Reihenfolge der Klassen immer gleich aus. Nach der K5 geht die K4 als letzte Klasse des Tages an den Start. Nachdem bereits die K3 am Vormittag mit fast 45 minütiger Verspätung zu Ende gegangen war und sich dieser Zeitverzug fast vollständig auch über die nächsten beiden Klassen gerettet hatte, haben wir uns eigentlich schon darauf eingestellt, dass es sehr spät werden würde an diesem Tag. Zum Glück wurde die K5 sehr zügig abgearbeitet, so dass die K4 doch noch fast pünktlich starten konnte. Mit 27 Startern war diese Klasse allerdings so voll wie schon sehr lange nicht mehr.


Andrej war auf Startplatz 5 der erste AMC’ler und hatte sich nach dem Training am Vorabend in Martfeld verdammt viel vorgenommen. So fuhr er auch zwei blitzsaubere Runden mit fast identischen Zeiten und fehlerfrei noch dazu. Allerdings fehlte mir noch der letzte Biss – diese totale Entschlossenheit, die ich am Vortag noch gesehen habe. Platz 10 in der Endabrechnung ist dennoch ein tolles Ergebnis.


Nico Raaf war unmittelbar danach im anderen Kart an der Reihe und wollte auch direkt im ersten Rennen der Weser-Ems Meisterschaft richtig was reißen. Ein toller Trainingslauf machte Bock auf mehr und so ging es dann auch hoch motiviert in den ersten Wertungslauf. Eine gute Zeit ist es geworden, allerdings wollte diese blöde Pinne am Kreiselausgang einfach nicht am Platz verbleiben. Typisch dabei für Nico – es war die Äußere, mit dem Heck weggewischt – hmmmhh, ärgerlich! Noch dicker kam es dann leider im zweiten Wertungslauf. Eine Pinne kurz nach Einfahrt in den Kreisel und dann noch den letzten Barnsdorfer kurz vorm Ziel erwischt. Trotz toller Zeiten dadurch leider nur noch Patz 16 – ohne Fehler wäre Platz 4 drin gewesen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.


Ein entspannter Nico Post übernahm das Kart direkt von Andrej und war neugierig, was hier wohl machbar wäre. Würde er sich auf sein Popometer verlassen können? Denn tags zuvor war er mit Pia beim Jugendschnuppertag in Ahlhorn und konnte dort mit Trial-Fahrzeugen im Gelände erste eigene Erfahrungen als Fahrer sammeln und bereits zum zweiten Mal einen Renn-Dacia durch den  Slalom-Parcours über den Flugplatz prügeln. Zurück im Kart kann die Umstellung auf das andere Fahrzeug durchaus leichte Probleme bereiten – anfänglich zumindest. Allerdings machte auch er seine Sache recht gut und fuhr in beiden Läufen sehr schnelle, fast identische Rundenzeiten. Lediglich die Pinne an der Kreiselausfahrt – und ja, es war die Äußere, genau wie auch bei Nico Raaf – ließ nicht mit sich reden und verschwand von ihrem Platz als das Kart kam – hmmmhh, blöd! Aber Platz 5 geht voll in Ordnung und Nico war sehr zufrieden.


Jendrik Berger war genau so unterwegs wie Andrej Schekolow, sowohl von den Fahrzeiten her, als auch von der Fehlerquote. Am Ende trennten ihn lediglich eine Platzierung (Platz 11) und 29/100stel Sekunden von Andrej. Tolle Leistung. Bitte genau so weiter machen, dann läuft das…!


Florian Ahner ist für mich ein Mysterium. Wenn er durchkommt (ohne Fehler) kann keiner dagegen anstinken. Hier in Melle bläst der Bengel gleich mal direkt nach dem Start die linke Seite einer 3er-Gasse weg und versucht mal eben die zwei Strafsekunden auf dem Rest des ersten Wertungslaufes wieder rein zu holen. Und…? Null Problemo, wer kann, der kann. Trotz Pinne nur einen Wimpernschlag an Platz 1 vorbei – Chapeau! Ich hab schon viel gesehen aber das verdient Respekt. Schade allerdings, dass Flo die nächsten Wochen keine Rennen fahren kann. Vater Horst hat für die Pinne nämlich gleich mal 6 Wochen Hausarrest verhängt…, als Strafe?. Tja Flo, dann wird das wohl nix mit deinem Streicher, denn die nächsten drei Läufe streichst du schon die Nuller weg. Ne, mal im Ernst! Ich wünsche euch bei allem Erfolg, dass ihr euch auch noch über zweite und dritte Plätze freuen könnt. Sonst wird es bei der ersten Durststrecke ja schon langweilig und gerade die Konkurrenz ist es doch, die die Sache so spannend macht.


Marius Lull fuhr hier in Melle wieder ein eher unauffälliges Rennen. Seine zwei 56er Zeiten bewegten sich eher im Mittelfeld und eine Pinne im ersten Lauf warf ihn um weitere zwei Sekunden zurück, was letztlich ganze 6 Plätze gekostet hat. Am Ende für ihn Platz 17 direkt hinter Nico Raaf.


Alles in allem war es ein mehr als gelungener Start in die wichtigste Meisterschaft des Jahres. Der AMC Asendorf stellt über 25% des gesamten Starterfeldes (eingeschriebene Fahrer) und ist in den meisten Klassen gleich von Beginn an auf Podiumskurs. Einfach klasse! In der Hoffnung, dass es so weitergeht, grüßen ganz herzlich…
                                                                       …der Uwe und der Falk        

 
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