Montag, 10 Dezember 2018
2011 Rallye Litermont Teambericht Albert/Suling Drucken E-Mail
Samstag, 28. Mai 2011 20:00

Teambericht Albert/Suling zur 22. ADAC Litermont Rallye

vom 27. bis 28. Mai 2011

 

Die Litermont Rallye hat sein Rallyezentrum in Nalbach. Dieses liegt in der Nachbarschaft von Saarlouis im Saarland. Auf Grund den 540 KM Entfernung  begann die Rallye für uns schon am Donnerstag mit einer 8 Stunden Anfahrt. Auf Grund der Entfernung und den eigentlichen zwei Arbeitstagen mussten wir bei dieser Rallye ohne Service auskommen. Unsere Helfer hatten keinen Urlaub bekommen.

Am Freitag stand das Abfahren auf dem Programm. Die Litermont hatte 130 Wertungskilometer, welche in drei verschiedenen Prüfungen unterteilt waren. Jede sollte drei Mal befahren werden. Das Gebetbuch war entsprechend schnell erstellt, so dass wir am Abend die technische Kontrolle durchführen konnten.

Der Zeitplan erlaubte ein längeres Schlafen als bisher. Start der Veranstaltung war um 11 Uhr, so dass wir um 9 Uhr unseren Serviceplatz einrichteten. Die Zeit bis zum Start verging sehr schnell, da wir mit den letzten Vorbereitungen am Auto beschäftigt waren. 

Die WP1 war ein langer Rundkurs mit etwas Schotteranteil. Hier hatten wir unseren Rhythmus noch nicht gefunden. Wir merkten, dass sich der Charakter der Strecken deutlich von unseren Norddeutschen Prüfungen unterscheidet.  Sie sind landschaftlich bedingt  viel schneller und mit mehr verdeckten – sprich nicht einsehbaren – Kurven.  
Auch die WP2 war ein Rundkurs mit einer langen Ausfahrt. Diese stellte für viele Teilnehmer bereits das Aus dar. Nach einigen sehr schnellen Kilometern ging es in ein dunkles, dreckiges und vor allem winkliges Waldstück. Hier die passende Geschwindigkeit zu finden war die große Kunst.
Unser Rhythmus wurde nun immer besser. Die WP3 war dann mal ausnahmsweise eine klassische Sprintprüfung. Der Schotteranteil war hier recht hoch. Die Strecke hatte von winkligen Passagen über selektive Teile bis hin zu einem Vollgasstück alles zu bieten. Hier konnten wir die Höchstgeschwindigkeit unseres Kadetts von 190 Km/h erreichen. Nach der WP3 war jedoch die Verbindungsetappe sehr schlecht von den Veranstaltern ausgearbeitet gewesen. Die Entfernung und die zu fahrende Zeit waren minutiös ausgearbeitet. Schade nur, dass der Veranstalter nicht an eine langsam umschaltende Baustellenampel gedacht hat. Hier waren wir förmlich gezwungen in Ortschaften die 50 km/h etwas flexibler auszulegen. Trotzdem hatten wir es nicht pünktlich zu der Stempelkontrolle geschafft. Dafür gab es dann 10 Strafsekunden.
Im ersten Service hatten wir 20 Minuten Zeit, um uns um den Wagen zu kümmern, Essen und Trinken zu uns zu nehmen und noch etwas zu erholen. Glücklicherweise konnten wir die Reifen weiterfahren, so dass wir nur kleinere Wartungsarbeiten durchführen brauchten.  Die Zeit für Essen und Trinken wurde nun bereits knapp.
Die zweite Schleife bestand aus den gleichen Prüfungen. Es zeichnete sich ein enges Kopf an Kopf-Rennen ab. Wir kämpften mit drei weiteren Klassenkameraden um die letzten Sekunden. Leider musste die WP6 auf Grund Unfalls eines Teilnehmers kurz vor uns angehalten werden. Hier wurde uns dann von den Sportwarten eine Zeit zugeteilt.
Der zweite Service und glücklicherweise wieder keine Defekte zu reparieren. So richtig Zeit für Erholung gab es diesmal jedoch auch nicht.
Der dritte Törn stand dann unter dem Motto kontrollierte Offensive. Durch die Zeitenzuteilung der WP6 hatten wir etwas Zeit im Kampf verloren. Im ersten Rundkurs hatten wir prompt an einem Strohballen einen Spiegel verloren - noch zu verschmerzender Verlust. Einer unserer direkten Mitbewerber traf es hier schlechter. Er musste mit technischem Defekt aufgeben. Aus dem Vierkampf ist nun ein Dreikampf geworden.
Die WP8 lief gut und die WP9 sah auch gut aus. Zwei Kilometer vor dem Ziel hatten wir dann noch ein Aha-Erlebnis. Bei rund 110 Km/h fing auf einem Schotterstück das Heck an zu tanzen. Auf diesem Stück stand nur ein Baum, aber dieser kam gefährlich auf uns zu. Mit viel Mühe konnte das Auto wieder in die eigentliche Richtung gebracht werden.

Unser Dreikampf war zu Ende und wir waren am Schluss in der Mitte. Unser Rückstand betrug nur 15,4 Sekunden. Ohne den 10 Strafsekunden wären es nur 5,4 und wie es ohne Zeitenzuteilung gewesen wäre …… hätte wäre wenn …… Im Ziel wartete ein guter fünfter Platz auf uns.

Danke an unseren Kadett, dass er uns vor großen Reparaturen verschont hat. Wir haben halt gemerkt, dass die Doppelarbeit – Fahren und Service – nicht spurlos an einem vorbei geht.

Das Erlebnis ging dann am Sonntag nach der achten Stunden Rückfahrt zu Ende. Schade, dass der Veranstalter leichte Schwächen aufzeigte. Hier fanden wir unglücklich, dass die Verbindungsetappen zeitlich so eng waren, dass es nur drei verschiedene Prüfungen zu fahren gab und dass es Probleme mit dem Aushang gab.

Die nächste Rallye findet am 17./18. Juni in Stemwede statt. Wir würden uns freuen, Sie bei der 41. ADAC Rallye Stemweder Berg begrüßen zu können. Gerne stellen wir Ihnen alle notwendigen Informationen für einen Besuch zusammen. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung.

 
Suche
Berichte-Kalender
< Mai 2011 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 29
30 31          
Termine